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1 Jahr 3D-Druck

Luke
19.08.2025

Disclaimer: Dieser Beitrag ist ein Erfahrungsbericht und dient in keinster Weise der Bewerbung des Geräts.

  • 1 Jahr 3D-Druck
    • Erfahrungsbericht
    • Bambu Lab A1 Nachteile 
  • 3D-Projekte 
    • Modifizierungen des Druckers
    • Meine Drucke
  • Fazit 

1 Jahr 3D-Druck 
Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich mir den Bambu Lab A1 gekauft und möchte nun als Anfänger im 3D-Druck meine Erfahrungen, Projekte und vieles mehr teilen. 

Erfahrungsbericht 
Der erste Aufbau des Druckers war sehr unkompliziert. Es mussten nur ein paar Teile angeschraubt und Transportsicherungen entfernt werden. Danach konnte man den Drucker einschalten und war fast bereit zum Drucken. Das Laden des Filaments ist ebenfalls simpel: Filament einführen, bestätigen, dass es aus der Düse austritt, fertig. Beim Entladen muss man nur auf die Anweisungen des Druckers achten und das alte Filament zurückziehen, wenn man dazu aufgefordert wird. Auch andere Wartungsarbeiten, wie das gelegentliche Ölen der Führungsschienen, werden vom Drucker selbst angekündigt. Auf dem Display erscheinen Hinweise mit Bild oder QR-Code, über den man genauere Informationen und Hilfestellungen bekommt. 
Der Druck eines Modells kann über die Mobile-App oder die Desktop-Anwendung gestartet werden, entweder über Netzwerk oder Cloud. Speziell in der Desktop-App hat man viele Anpassungsmöglichkeiten, zum Beispiel bei der Wahl der Stützstrukturen, der Füllung oder dem Innengewebe. Das wirkt anfangs komplex, ist aber kein Problem. Für den Anfang reicht es völlig, auf MakerWorld ein Projekt herunterzuladen und auf "Druck starten" zu klicken. Die Einstellungen wurden dort bereits von anderen festgelegt. Während oder vor dem Druck muss man abgesehen von einem kurzen Check, ob die Druckfläche leer ist, nichts weiter tun. 
Das sogenannte Bedleveling, also die Kalibrierung der Druckfläche, wird automatisch durchgeführt. Bei älteren Modellen musste das noch manuell gemacht werden, was ich selbst als sehr nervig erlebt habe, als ich Drucker von Bekannten ausprobiert habe. Insgesamt funktioniert der A1 also nach dem Prinzip: Plug & Play

Bambu Lab Nachteile 
Natürlich möchte ich auch ein paar Nachteile des Druckers im Vergleich zu anderen erwähnen. Man ist relativ stark an das Bambu Lab Ökosystem gebunden. Wie der Drucker intern funktioniert, welche Software man zum Slicen verwenden kann, ist ziemlich eingeschränkt. Mich stört das nicht, aber es sollte erwähnt werden. Außerdem hat der A1 eine Kamera, mit der man den Druck über die Cloud jederzeit überwachen kann. Die Bildqualität ist in Ordnung, aber die FPS (Bilder pro Sekunde) sind recht niedrig. Um zu sehen, ob der Druck funktioniert oder um Zeitraffer zu erstellen, reicht es, aber mehr darf man nicht erwarten. Ich modelliere mit der Software, die für mich gut funktioniert (ich nutze Autodesk Fusion 360), und drucke dann über Bambu Studio. Beim modellieren ist man selbstverständlich an keine Software gebunden. Mehr brauche ich nicht. 

3D-Projekte 
Es gibt unzählige verschiedene Projekte. Auf einige meiner eigenen gehe ich später genauer ein. Zuerst aber ein Thema, das für mich fast noch wichtiger ist, nämlich die Modifikationen am Drucker. 

Modifizierung des Druckers 
Das klingt erstmal nach Manipulation an der Hardware oder Software, gemeint sind hier aber vor allem Verbesserungen und Vereinfachungen im Druckalltag durch zusätzliche Hilfen. 



Ich habe sowohl einfache als auch aufwendigere Modifikationen umgesetzt. Eine der simpleren ist der sogenannte Poop-Shoot-Auffangbehälter. Vor jedem Druck und beim Filamentwechsel reinigt und kalibriert der Drucker die Düse. Dabei fällt altes Filament an der Seite heraus. Meistens landet es zwar nicht auf der Druckfläche, aber dafür auf dem Tisch oder Boden daneben. Um das zu vermeiden, habe ich einen kleinen Auffangbehälter (bei mir in Grau) angebracht. Dafür gibt es viele verschiedene Modelle online, die man einfach drucken und anbringen kann. 

Eine deutlich aufwendigere Mod ist meine Trockenbox mit manuellem AMS, die über dem Drucker an der Wand hängt. Sie besteht aus mehreren Online-Modellen verschiedener Ersteller sowie meinen eigenen Anpassungen. In der Box lassen sich vier 1kg-Rollen lagern, die manuell umgeschaltet werden können, also durch einfaches Vor- und Zurückschieben des gewünschten Filaments über das AMS. 
Zusätzlich befindet sich auf dem Drucker noch ein Spulenhalter für eine fünfte Rolle. Damit kann ich bei Bedarf eine andere Farbe oder ein anderes Material nutzen, ohne die Trockenbox öffnen zu müssen. Diese zusätzliche Rolle kann separat in einer Box oder offen gelagert werden, vor allem wenn es sich nur um Reste handelt oder man das Material schnell verbrauchen will, so wie ich es aktuell auf der Trockenbox mache. 
Natürlich könnte man auch das AMS-System von Bambu Lab nutzen. Ich habe es mir allerdings nicht gekauft, weil ich es nicht brauche und es meiner Meinung nach recht teuer ist. Ein Filamentwechsel zwischen den Druckschichten ist auch ohne Bambu AMS möglich, innerhalb einer Schicht jedoch nicht. Viele Modelle gibt es bereits in einer sogenannten NoAMS-Version oder lassen sich entsprechend anpassen, wenn man etwas Erfahrung hat. 

Meine Drucke 
Hier ein paar meiner Drucke, sowohl bemalte Online-Modelle als auch eigene oder Remixes von bereits existierenden Modellen: 

(selbst modelliert)

(Helldiver-Miniatur von Galactic Armory)

Wie man auf einigen Bildern sehen kann, habe ich mir von IKEA das SKÅDIS-Brett geholt. Dafür gibt es eine große Auswahl an Modellen online. Eines davon habe ich auch selbst modelliert:


Dieses Brett kann für alles benutzt werden, wie die zahlreichen verschiedenen Modelle online zeigen. Ich nutze es als Werkzeug-Halter. Unter anderen hängt auch ein Raspberry Pi 5 sowie mein Tablet am Brett. Hierzu könnte bald ein weiterer Beitrag folgen... 



Fazit 
Ich würde den Bambu Lab A1 oder auch den A1 Mini (Version mit kleinerem Druckbett) jedem empfehlen, der mit dem 3D-Druck anfangen möchte. Der Einstieg ist sehr einfach und Anfänger freundlich, und mit der Zeit kann man durch die vielen Optionen immer tiefer einsteigen.